BIOGRAPHIE

1898 
Josef Steib wird als Sohn einer Kaufmannsfamilie am 13. Februar in München geboren.

1911 
Geburt von Brunhilde Steib, geb. Titscher

1912 
Beginn einer kaufmännischen Lehre in Mehring bei Augsburg.

1914 
Unterricht im Malen und Radieren bei Prof. Wilhlem Herberholz in Düsseldorf.

1915 
Josef Steib meldet sich zum freiwilligen Kriegsdienst in der Marine.

1919 
Besuch einer privaten Malschule in München.

1920 
Leben und Arbeiten in Düsseldorf. Kaufmännische Anstellung in einer Eisenwarenhandlung. Im selben Jahr heiratet Josef Steib. Aus dieser Ehe gehen zwei Kinder hervor. Seine Tochter Regina wird später ebenfalls Künstlerin.

1921
Erneutes Studium des Malen und Radierens bei Prof. Wilhelm Herberholz in Düsseldorf.

1924/25 
Aufenthalt im Kloster Fiesole in Italien zum Restaurieren alter Wandgemälde, anschließend Aufenthalt in Rom.

1926 
Erste Bekanntschaft mit dem Hotelier Lambert Fellenz, dem damaligen Leiter des Hotels Germania, und Jacob Louis Ravené, dem Besitzer der Burg Cochem. Steib hält seine Eindrücke von Eifel und Mosellandschaft in seinen Gemälden fest.

1930 
Auszeichnung mit der Hindenburg-Plakette bei der Ausstellung „Eifellandschaften“ in Koblenz. 1932 Scheidung von seiner ersten Frau. Im gleichen Jahr erhält er den Albrecht-Dürer-Preis.

1933 
Eintritt in die NSDAP

1933 - 1934
Leben und Arbeiten in Düsseldorf

1934 
Teile von Josef Steibs Werk werden im Nationalsozialismus zur „entarteten Kunst” gezählt und vernichtet.

1934 
Steib bereist Skandinavien und den Mittelmeerraum.

1935-1942
Leben und Arbeiten in Berlin.

1935 
Aufenthalt in Berlin. Begegnung mit seiner späteren Frau Brunhilde beim Künstlerball.

1936
Josef Steib heiratet zum zweiten Mal. Er erhält den Kunstpreis der Stadt Graz.

1939-1940
Ablehnung eines Propagandauftrages des Regimes.

1940-1944
Teilnahme an der "Großen Deutschen Kunstausstellung" in München in 1940 (2 Arbeiten), 1941 (6 Arbeiten), 1942 (4 Arbeiten), 1943 (11 Arbeiten, davon 6 Stadtwappen), 1944 (13 Arbeiten)

1942 
Flucht aus Berlin nach Bad Frankenhausen auf das elterliche Gut seiner Frau Brunhilde.

1945 
Ansiedlung in Rennertshofen bei Neuburg.

1949 
Josef Steib folgt der Einladung von Lambert Fellenz nach Cochem. Seine erste Ausstellung in Cochem wird gezeigt. Er erhält das Angebot zur Übersiedlung nach Cochem, verbunden mit der Vermittlung eines Hauses durch Landrat Herlet.

1954 
Eröffnung der Galerie Josef Steib nach Umbau des Cochemer Hauses. Die Galerie wird von Brunhilde Steib bis 1994 weitergeführt.

1955/56 
Josef Steib tritt eine mehrmonatige Karibikreise an.

195
Josef Steib stirbt nach schwerer Krankheit am 29. September in einem Bonner Krankenhaus.

 

Kurzbiographie: Joist 1997, S. 157-160.